Freitag, 6. November 2009
Eine öffentliche Hochzeit
Heute gesehen auf dem Stuttgarter Marktplatz. Ich wünsche dem Brautpaar unbekannterweise viel Glück und alles Gute!
Sonntag, 18. Oktober 2009
Schwarzgeld? In Kiel?
Hier der Auszug ;-)
Dienstag, 17. März 2009
Bitteschön - Dankeschön
Immer wieder beobachte ich, dass beim Bezahlen der Ware zwar der zu zahlende Betrag genannt wird, mitunter ohne den Kunden überhaupt anzusehen muffig ein "Achtnfuffzichvierunzwanzich" in Richtung Warteschlange gemault wird, ohne ein hinzugefügtes "bitte", was ich ja nochnichteinmal unbedingt erwarte.
Dann reicht Kunde in Variante A dem Menschen an der Kasse einen 60-Euro-Schein oder so was ähnliches, jedenfalls eine Summe, bei der noch Wechselgeld aussteht. Der Kassenmensch nimmt wortlos das Geld entgegen, tippt den Betrag in die Kasse ein, damit diese das Wechselgeld ausrechnet und sortiert dann die Scheine in die Kasse ein und das Wechselgeld aus. Dieses wird dem Kunden dann wiederum ohne Blickkontakt in die Hand oder vor die Nase auf die Theke geschmissen und dann kommt noch ein forderndes "Bitteschön!" hinterher, so dass der Kunde automatisch und reflexartig - vor allem aber artig - mit einem devoten "Dankeschön!" kontert.
In Variante B, das ist die Spielart, wenn der Kunde versucht, die "Achtnfuffzichvierundzwanzich" passend aus dem Geldbeutel zu kramen, sieht man, wie dem Kassenmenschen merklich das Gesicht zusammenfällt, die Kontrolle über die Augen verlorengeht, welche sich so merkwürdig nach oben drehen. Mitunter machen sich die Finger des Kassenmenschen selbstständig und trommeln nervös auf die Theke, bis der Kunde endlich das Geld beisammen hat. Auch in dieser Situation hört man dann vom Verkäufer nur ein lautes "Bitteschön!", entweder beim Überreichen des Kassenbons oder der Ware. Danke? Weit gefehlt!
Das macht mich schon nachdenklich, dass heute Kunden dafür dankbar sein dürfen, wenn sie ihr Geld, welches in den meisten Fällen sauer verdient oder unter Entbehrungen vom Mund abgespart wurde, in den Laden ihrer Wahl bringen. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, als sich der Verkäufer dafür bedankt hat, dass der Kunde bei ihm etwas gekauft hat.
Freitag, 6. Februar 2009
Rothko, Picasso & Co.
Meine Tochter erzählte mir abends von diesem Hans. Er hätte gesagt er sei Maler, aber für sie habe er eher wie ein Penner ausgesehen. Ich fragte sie, warum er für sie wie ein Obdachloser aussah. Naja, weil er hatte so einen Bart und auf dem Fahrrad waren so riesige Taschen. Nun gut. Sie hat auch schonmal einen Bekannten von mir, seines Zeichens ein IT-Experte und auch mit Fahrrad, Bart und langen Haaren unterwegs, just nachdem wir uns verabschiedet und noch keine 2 m voneinander entfernt hatten, als Penner bezeichnet. Vielleicht sollten wir daran noch etwas arbeiten...
Jedenfalls muss sie dieser Künstler namens Hans schwer beeindruckt haben. Er erzählte wohl auch, dass er Bilder malt und diese dann verkauft. Und er wusste die Bedeutung des Namens meiner Tochter, was sie wahrscheinlich noch mehr beeindruckt hat.
Am nächsten Tag ging es dann los. Sie fragte nach Papier zum Malen, ich gab ihr ein paar Blätter Kopierpapier und sie legte los. Das erste Bild war ganz eindeutig inspiriert von Mark Rothko. Sie zeigte es mir und fragte, ob dies Kunst sei. Ja, das kann man schon als Kunst betrachten, antwortete ich ihr. Es gäbe sogar einen Künstler, der fast genauso malte. Beflügelt von der Bestätigung durch mich wurde auf die Rückseite gleich ein zweiter, wesentlich düsterer erscheinender "Rothko" gemalt. Auch dieser musste von mir begutachtet und abgesegnet werden.
Von den angeordneten Farbflächen frei nach Rothko ging es dann weiter in Richtung Gegenwartskunst frei den Neuen Wilden nachempfunden. Ich muss dazu sagen, dass meine Tochter mittlerweile sehr darauf achtet, gegenständlich zu malen und auch darauf, dass Einhörner nur EIN Horn haben und VIER Beine. Nur jetzt ließ sie ihrem Maldrang auf dem Papier freien Lauf und es entstand etwas sehr farbiges, abstraktes, was mit bestem Willen nicht mehr als gegenständlich zu bezeichnen war. Sie fragte mich wieder, ob das Kunst sei. Ja, sicher, manche Künstler malen auch so... Es sah auch gut aus, keine Frage!
Dann kreierte sie noch zwei Werke die eine Mischung aus Picasso und Munch waren und auch das wurde von mir als Kunst bewertet. Sie war richtig glücklich, auf dem Weg zu einer echten Künstlerin zu sein.
Tags drauf stand sie dann vor mir und fragte mich: "Mama, kaufst du mir ein Bild ab?" Ich schaute erstmal ungläubig, zumal die Frage mit einer großartigen Selbstsicherheit gestellt wurde (ich bin da immer etwas kleinlauter, wenn ich jemandem was von mir "andrehen" möchte), dann sagte ich ihr, dass ich ihr eines abkaufen würde und fragte nach dem Preis.
Sie, mit ihren 116 cm Körperhöhe, stellte sich vor mich hin, breitbeinig geerdet und die Hande in die Hüften gestützt und sagte mir mit dem knallharten Blick einer gnadenlosen Geschäftsfrau: "Sechs Euro!"
Ich staunte nicht schlecht darüber, wie sich mein Töchterlein gerade anschickte, mich über den Tisch zu ziehen. Ich antwortete ihr, dass mir 6 € zu teuer seien. Daraufhin sagte sie, dass ja immerhin ZWEI Bilder auf dem Blatt seien, eines auf der Vorder- und eines auf der Rückseite. Das ganze mit einem Blick, der keinen Widerspruch duldete.
Hmmm... ja.... stimmt schon. Es sind zwei Bilder auf einem Blatt, man spart sozusagen 50 % und je mehr man kauft, desto mehr spart man auch, das weiß man ja inzwischen. Ich wagte dann nochmal, allerdings etwas kleinlauter, zu sagen, dass es mir trotzdem zu teuer sei.
"Gut, wieviel WILLST du dann zahlen?" Ich bot ihr einen Euro an, kam mir dabei aber richtig wie ein mieses Ausbeuterschwein vor. Aber ich hatte Glück. Sie verkaufte mir das Bild für sage und schreibe nur EINEN Euro!!! Eigentlich kostete jedes Bild ja nur einen halben Euro, da das Blatt ja doppelt bemalt war! Ich glaube, ich habe da ein unglaubliches Schnäppchen gemacht.
Und meine Tochter glaubt jetzt, ganz groß ins Kunstgeschäft einsteigen zu müssen. Heute verkaufte sie mir nochmal ein Bild, dann kramte sie noch 2 alte Schinken aus ihren Frühwerken raus und drehte diese meiner Mutter an. Nächste Woche möchte sie dem Opa eine Mappe anbieten und ihrer Tante bei Gelegenheit auch.
Und das alles nur, weil sie sich neulich unterwegs im Schlosspark mit diesem Hans unterhalten hatte...
PS: Wer noch Interesse an der Förderung junger begabter Künstlerinnen hat, der kann sich vertrauensvoll an mich wenden!
PPS: Für noch kunstinteressiertere Leser ermpfiehlt sich auch dieser Post.
Montag, 26. Januar 2009
Quarkknochen?
Samstag, 24. Januar 2009
Schulreife vs. Schulmüdigkeit
Seit dieser Offenbarung befinde ich als Mutter mich in ständigem Entscheidungsstress. Soll oder soll ich nicht mein Kind dieses Jahr einschulen lassen?
Kurz nachdem mir bewußt gemacht wurde, dass mein Kind ja schon im September 2009 eingeschult werden könnte, habe ich mich ja gleich mit dem Rektorat der uns staatlicherseits zugeteilten Grundschule in Verbindung gesetzt, nachzulesen hier.
Nun sind seitdem wieder ein paar Monate vergangen, die Waldorfschule habe ich mir mittlerweile auch angeschaut und zu 90% ad acta gelegt und heute war dann der Tag der offenen Tür bei einer anderen privaten Grundschule.
Reingekommen ins Schulhaus und erstmal gestaunt. Irgendwie war das bei uns früher alles ordentlicher und strukturierter, auf den ersten Blick zumindest. Ich habe gerade mal eben einen sehr oberflächlichen Blick auf die Klassenzimmer und Lehrkräfte geworfen, gedacht "oh mein Gott, wie sieht das denn aus!?" und bin dann schnurstracks in die Aula im 4. oder 5. Stock gewandert, wo das Anmeldeverfahren durchgeführt wurde.
Jede Menge Eltern, die meisten einzuordnen in der mittleren bis mittelmäßig gehobenen Gehaltsklasse, 50 % bestimmt selbstständige Unternehmer. Ein paar davon kenne ich, zum Teil aus der direkten Nachbarschaft.
Meine Tochter habe ich rein prophylaktisch schon mal angemeldet, angesichts des Besucheransturms vermutlich ein als hoffnungslos zu bezeichnendes Unterfangen. Die Rektorin mit Bundeskanzlerinnenfrisur schwingt während der Anmeldung einen Vortrag über die Schule, den man leider mangels kompetenter Toningenieure nur in unmittelbarer Nähe der Vortragenden verstehen kann.
Ich beschloss, nach Anmeldung des Kindes einfach zu verschwinden, der Dinge zu harren, die da kommen mögen und die noch offenen Fragen über eigenmächtige Internet-Recherche oder aber einen persönlichen Gesprächstermin mit der Rektorin zu klären.
Ich wünsche meiner Tochter auf jeden Fall viel Glück, dass sie in dieser Schule aufgenommen wird.
PS: Was hat das ganze eigentlich mit Schulmüdigkeit zu tun? Ganz einfach, ich bin müde, zu müde um mir zu überlegen, welche Fragen ich an das Institut stellen soll, das mein Kind zumindest die nächsten 4-5 Jahre staatlicherseits verordnet beherbergen soll. Meine persönliche Schulmüdigkeit trat schon im zarten Alter von ca. 9 Jahren ein. Mir wird schon ganz mulmig bei der Überlegung, wie ich meine Tochter dann irgendwann davon überzeugen soll, dass Schule etwas ganz Tolles und Überlebensnotwendiges sein soll...
Donnerstag, 22. Januar 2009
Kostenlos und unverbindlich heiraten
Viel einfacher und besser wäre es doch, wenn man probeweise unverbindlich heiraten könnte und sich dann genauso unverbindlich auch noch scheiden lassen könnte - falls es doch nicht der/die Richtige war. Außerdem könnte man doch unglaublich viel Geld sparen.
Das geht jetzt auch: im Internet kann man kostenlos und unverbindlich heiraten . Und wer einen ernsten Hintergedanken hat, kann ja auf diese Art und Weise seinen Heiratsantrag verpacken.